Rückblick: Talk-Abend mit Zeitzeugen der Deutschen Einheit

 

Am 9. Oktober 2025 fand im Rahmen des Bildungsherbstes in der Evang. Heimvolkshochschule Alterode ein bewegender Talkabend unter dem Titel „Mein Osten im Umbruch. 1990 und heute“ statt. Bereits beim Empfang wurden die Gäste herzlich mit Soljanka und klassischer Fettbemme begrüßt – ein kulinarischer Gruß, der die Atmosphäre des Abends sofort auflockerte.

Dr. Judith Enders führte als Moderatorin durch den Abend. Auch sie bringt eine persönliche Ostbiografie mit, setzt sich für den Austausch der jungen Generationen zwischen Ost und West ein und ist Mitbegründerin der „Dritten Generation Ostdeutschland“ www.perspektivehochdrei.de. Durch ihre einfühlsame Moderation bezog sie auch das Publikum aktiv in den Talk ein, wodurch Lebensgeschichten von Menschen sichtbar wurden, die sich nach der Wende beruflich neu erfunden haben.

Als Talkgäste standen Martin Lampadius und Frank Kelle auf der Bühne, die auf ganz unterschiedliche Weise Einblicke in die Wendezeit und die Jahre danach gaben.

Martin Lampadius, selbst Zeitzeuge der Deutschen Einheit, berichtete lebhaft von seinen persönlichen Erfahrungen während der Wende. Er schilderte seine Gedanken, die DDR zu verlassen, die Teilnahme an den Montagsdemonstrationen und seine erste Reise nach Westberlin, insbesondere nach Kreuzberg. Besonders eindrücklich war sein Engagement in der Pressearbeit während der Wendezeit und die Gründung der ersten unabhängigen Zeitung in Aschersleben, der Ascherslebener Allgemeinen. Lampadius erinnerte aber auch an die zahlreichen Herausforderungen nach der Wende, hob jedoch die positiven Entwicklungen hervor, wie beispielsweise die Verschönerung der Stadt Aschersleben.

Frank Kell brachte eine andere Perspektive ein: Obwohl er keine eigenen Erinnerungen an die Wendezeit hat, wuchs er in einer Familie auf, die die Nachwendejahre hautnah erlebte. Er berichtete von den existenziellen Unsicherheiten, dem Verlust von Arbeitsplätzen und notwendigen Umschulungen, die seine Eltern durchlaufen mussten, aber auch von der Freiheit einer Kindheit in den 1990er Jahren. Kell promoviert in Geschichte und untersucht die kulturellen Folgen der Deindustrialisierung in Ostdeutschland nach 1990. Anhand zahlreicher Interviews mit ehemaligen Facharbeitern in den stillgelegten Großindustrien Nordthüringens machte er deutlich, wie stark das Arbeitsleben in der DDR den Lebensmittelpunkt vieler Menschen bildete und das soziale Leben maßgeblich prägte.

Der Abend wurde musikalisch untermalt von Klavierklängen, darunter auch das Stück „Von guten Mächten wunderbar geborgen…“, gespielt von Johannes Zülicke, pädagogischer Geschäftsführer in der HVHS Alterode.

Auch wenn nicht allzu viele Teilnehmer den Weg nach Alterode gefunden haben, wurde den Gästen viele Einblicke in persönliche Schicksale gegeben. Und ebenso die Möglichkeit, die gesellschaftlichen Umbrüche der Wendezeit aus verschiedenen Perspektiven zu reflektieren.

 

 

 

"Musik in Bewegung" und "Tag des Singens" in Alterode

 

 

Alterode – Der Kurs „Musik in Bewegung“ lockte am vergangenen Wochenende musikbegeisterte Teilnehmende nach Alterode. Unter der Leitung der Referentin Beatrix Lampadius wurde gesungen, musiziert und gemeinsam ein vielfältiges Programm erarbeitet.

Höhepunkt war das Konzert am Samstagabend im Rahmen des „Tag des Singens“. Unterstützt von den parallel probenden Blockflötenensembles entstand ein lebendiges Zusammenspiel von Gesang und Instrumentalmusik. Bekannte Volkslieder luden das Publikum zum spontanen Mitsingen ein – was begeistert angenommen wurde.

Auch wenn sich nur wenige Zuhörer einfanden, war die Stimmung ausgesprochen positiv. Das gemeinsame Musizieren schuf eine warme und verbindende Atmosphäre. Die Kursleiterin zeigte sich sehr zufrieden und betonte, wie wertvoll solche musikalischen Begegnungen seien. Der "Tag des Singens" soll auch im nächsten Jahr in Alterode wieder stattfinden - so plant die Referentin. 

 

 

28.06.2025 - Tag der offenen Tür - Erdbeerfest

 

Am 28. Juni öffnete die Heimvolkshochschule Alterode ihre Türen für interessierte Gäste, Vereine und Organisationen. Rund 30 Besucherinnen und Besucher fanden sich am Vormittag ein, um Einblicke in die Bildungs- und Begegnungsstätte zu gewinnen. Den feierlichen Auftakt bildete eine besinnliche Andacht zum Thema „Das Wort steht Dir gut“, die zum Innehalten und Nachdenken einlud.

Im Anschluss erwartete die Gäste ein abwechslungsreiches Programm: Bei kulinarischen Häppchen aus der hauseigenen Küche kamen die Teilnehmenden ins Gespräch und konnten sich von der Gastfreundschaft des Hauses überzeugen. Hausführungen mit der Geschäftsleitung, Frau Hubert und Herrn Zülicke, boten die Möglichkeit, das vielfältige Angebot und die Räumlichkeiten der Heimvolkshochschule kennenzulernen.

Für die kleinen Gäste war ein besonderes Highlight vorbereitet: Die Freiwillige Feuerwehr Alterode präsentierte ihren Einsatzwagen und ermöglichte den Kindern spannende Einblicke in die Arbeit der Feuerwehr – Mitmachen ausdrücklich erwünscht!

Am Nachmittag wurde es dann noch einmal besonders lebendig: Zum Erdbeerfest strömten etwa 80 Besucher auf das Gelände. Der Kindergarten und der Spielmannszug sorgten mit einem liebevoll gestalteten Programm für gute Laune und musikalische Unterhaltung. Bei Erdbeerlangos, Kaffee und Kuchen sowie herzhaften Grillwürstchen war für jeden Geschmack etwas dabei.

Auch hier standen erneut Hausführungen auf dem Programm. Zudem war der Vereinsvorstand anwesend und stand für Gespräche und Fragen zur Verfügung. Auf der großen Wiese wurde gespielt, getobt und beim Kinderschminken fröhlich experimentiert – ein rundum gelungener Tag für Groß und Klein.

Die Vorfreude wächst schon jetzt: Auch im nächsten Jahr wird es wieder ein Erdbeerfest geben – ein fester Termin für alle Freunde der Heimvolkshochschule Alterode!

 

 

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